Ich hatte neulich für etwa eine Woche eine neue Computermaus: ROCCAT Kone[+]. Leider eine derbe Enttäuschung: das Mausrad scrollte vertikal total erratisch. Alles andere war in Ordnung, aber so kann man ja wohl nicht arbeiten!!1!
Wie jedoch erzeugt man anschauliche Daten, die einen Mausraddefekt aussagekräftig darstellen? Mir kam folgende Idee:
- Tabellenkalkulationsprogramm (MS Excel, Open/LibreOffice Calc, Google Spreadsheets etc.) öffnen und das allererste Feld anwählen.
- 0/Null eintippen und die Texteingabe beenden (z.B. mit [Tab] und [Pfeil links], sodass das gleiche Feld wieder ausgewählt ist.
- Einen Scrollschritt nach unten mit dem Mausrad machen.
- Schritt 2. wiederholen, aber mit 1/Eins.
- Immer so weiter, die Scrollschritte zählen.
Im Idealfall bekommt man eine 100%ig senkrechte Reihe hin, in der fortlaufend beschrifteten Felder genau den Abstand haben, wie in den Mausradeinstellungen festgelegt ist (“scrolle X Zeilen pro Mausradschritt”).
Meine Kone[+] erzeugte ein ganz anderes Muster:
- Etwa jede 5te Scrollbewegung ging viel weiter (größere vertikale Abstände zwischen den markierten Feldern).
- Wieder etwa jede 5te funktionierte nicht (fortlaufende Nummer eine Spalte weiter rechts eingetragen).
- Manchmal scrollte die Tabelle auch in die falsche Richtung (fortlaufende Nummer in einer Zeile oberhalb der vorherigen eingetragen).
Wie ein torkelnder Betrunkener von oben betrachtet, bekam die Scrollspur in meinem Fall eine starke “Schlagseite”. Da mechanisch oder akustisch keine Unregelmäßigkeiten auftraten, und auch eine Neuinstallation und ein Update des Treibers keine Besserung erzielten, lag das Problem vermutlich an einem defekten Sensor. Naja, Maus zurückgeschickt, Kaufpreis erstatten lassen und gelernt, bei ROCCAT erstmal skeptisch zu sein. Ist übrigens ‘ne deutsche Firma, mit Produkten “Made in China” :-(
